Warum darf ich keine Google-Bilder auf meiner Website verwenden?

Bilderklau bei Google ist kein Kavaliersdelikt

Bilderklau bei Google ist kein KavaliersdeliktIn den letzten Jahren ist es für viele Internetbenutzer immer interessanter geworden, eine eigene Homepage zu betreiben oder in einem lebhaften Blog über seine Hobbys oder andere interessante Themen zu berichten. Günstige Hosting-Pakete und benutzerfreundliche CMS-Systeme oder eine preiswerte Shop-Software sind leicht gefunden. Ebenso schnell gelangt der angehende Webmaster zu der Erkenntnis, dass für sein neues Online-Portal, neben einzigartigen Texten, auch hochwertige Fotos gebraucht werden. Wer jetzt an die Millionen Bilder denkt, die Suchmaschinen mit nur wenigen Mausklicks zu jedem erdenklichen Thema für ihre Nutzer bereitstellen, ist schon mittendrin in der weiten und komplizierten Thematik des Urheberrechts.

Selbstbedienung bei Fotos im Netz ist kein Kavaliersdelikt

Während es in den Anfangsjahren des Internets für Viele eine Selbstverständlichkeit war, sich nach eigenem Ermessen und kostenlos im Netz mit Bildern einzudecken, ist von dieser Praxis heute und selbst im Einzelfall dringend abzuraten. An dieser Stelle ist jeder Webmaster gut beraten, sich aktuelle Literatur zum Thema Urheberrecht zu beschaffen, um das Risiko einer meist kostenpflichtigen Abmahnung auszuschließen. Es lohnt sich durchaus, auf das reichhaltige Angebot an aktuellen E-Books zurückzugreifen, die auch in größeren Mengen mobil auf dem Smartphone oder dem Tablet genutzt werden können. Sie vermitteln wertvolle Praxistipps entsprechend der neuesten Rechtsauffassungen und bewahren oft vor teuren Streitigkeiten, die sich bei der Nutzung fremder Bilder sehr schnell ergeben können. Realitätsfern und laienhaft ist die Ansicht, dass im Internet bezogene Fotos mithilfe von Software so verfremdet werden können, dass der ursprüngliche Eigentümer nicht mehr ermittelbar wäre. Nach § 19a UrhG entscheidet allein der Urheber über die öffentliche Zugänglichmachung seiner Bilder und es wäre mehr als abenteuerlich, diese eindeutige Gesetzesaussage anders oder zu eigenen Gunsten interpretieren zu wollen. Dabei ist keineswegs ausgeschlossen, dass der Autor der begehrten Schnappschüsse nicht bereit wäre, seine urheberrechtlich geschützten Werke für andere Webseiten oder Blogs zur Verfügung zu stellen. Ganz im Gegenteil, wie die Praxis erfreulich oft zeigt, nur sein Einverständnis muss vorliegen und das am besten schriftlich. Mit der Google-Bildersuche ist es sehr einfach, den Rechteinhaber der Fotos und seine Kontaktdaten für eine entsprechende Anfrage zu ermitteln.

Urheberrechte auch bei gekauften Fotografien beachten

Wer diesen oft zeitaufwendigen Vorgang scheut, hat die Möglichkeit, Bilderportale zu nutzen, die Fotos kostenlos oder gegen Bezahlung anbieten. Die Urheberrechte bleiben dennoch beim jeweiligen Autor der Werke und auch nur ihm obliegt die Entscheidung darüber, auf welche Weise deren Nutzung erfolgen darf. Selbst die Zahlung einer mehr oder weniger hohen Lizenzgebühr berechtigt also nicht dazu, die Bilder nach eigenem Ermessen zu verwenden. Etwas besser dran sind Webmaster, die auf einen umfangreichen Fundus an selbst gemachten Bildern oder Grafiken zurückgreifen können. Vielfach sind diese Fotos sogar noch besser für die Weiterverwendung auf dem eigenen Blog geeignet, als gekaufte Werke und viel sicherer sowieso.


Simon Köhler

Simon Köhler ist Webdesigner mit über 12 Jahren Erfahrung und Experte für TYPO3 Websites und Online Marketing.
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